Herzgesundheit & Prävention · 8 Min.

Perimenopause und Herzgesundheit: Was du jetzt wissen musst – und was du tun kannst

Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Das Risiko steigt jetzt.

Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland. Nicht Brustkrebs. Nicht Schlaganfall. Das Herz. Und das Risiko steigt in der Perimenopause – nicht weil Frauen älter werden, sondern weil Östrogen einen direkten Schutzeffekt auf das kardiovaskuläre System hat, der jetzt wegfällt.

Was Östrogen mit dem Herz zu tun hat

Östrogen ist ein Gefäßschutz. Es hält Arterien elastisch, reguliert den Cholesterinstoffwechsel, dämpft systemische Entzündung und schützt das Endothel. In den 5–10 Jahren nach der Menopause steigt das kardiovaskuläre Risiko von Frauen auf das Niveau von Männern.

Die Signale, die du nicht übersehen solltest

Gelegentliches Herzrasen bei Hitzewallungen: häufig, meist harmlos. Anhaltender beschleunigter Puls in Ruhe (>100 bpm): mit der Ärztin besprechen. Herzrasen mit Schwindel, Brustschmerz oder Atemnot: sofort medizinische Abklärung.

Was evidenzbasiert schützt

Sport ist der stärkste nicht-pharmakologische Kardioprotektionsfaktor. 150 Minuten moderate aerobe Bewegung pro Woche. Dazu: mediterrane Ernährung, Rauchstopp, Stressmanagement und konsequente Schlafhygiene.

Was du mit deiner Ärztin besprechen solltest

Bitte aktiv um: Blutdruck (beide Arme), nüchternes LDL/HDL/Triglyceride, HbA1c, hsCRP. Bei familiären Herzerkrankungen: explizit ansprechen.

Quellen: ESC CVD Prevention Guidelines 2021 / Bairey Merz et al., 2016, JACC / NAMS 2022 Cardiovascular Statement